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Dooneen Pier
 
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Was unsere Besucher sagen
"...ein Traumhaus von dem die ganze Familie begeistert war. Wir kommen definitiv wieder...." click hier
Ron, New York, September '05
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Was unsere Besucher sagen
 

"Das Haus bietet einen herrlichen Blick über die gesamte Bucht von Dunmanus, ein warmes und gemütliches Zuhause, und eine wunderbarer Aussicht auf die sich ständig mit dem Wetter ändernde irische Umgebung. Hier verbrachten meine Familie und ich eine der schönsten Ferien überhaupt." Devorah aus New York, September 2005
"Ein einmaliges Haus in einer einmaligen Lage." Kenton aus New York, September 2005
"...das Haus war sehr komfortabel und wir haben unseren Aufenthalt sehr genossen... Alles war wunderbar, die Küche, das Mobiliar, die Außenanlagen?. Ich würde das Haus jederzeit weiterempfehlen und wir werden in jedem Fall wiederkommen, wenn wir in Irland sind." Ron aus New York, September 2005

Aus dem Tagebuch einer Besucherin

Oktober 2004

Am ersten Tag erwachte ich um neun Uhr, eine Stunde später als ich mir vorgenommen hatte. Ich blieb noch einen Moment im Bett liegen um die Aussicht zu genießen. Welch ein herrlich sonniger Morgen! Die Sonnenstrahlen tanzten auf dem glitzernden Meer, umgeben von Hügeln. Ich ging zum Bootssteg von Dooneen hinunter. Wie wunderbar! Eine spektakuläre Aussicht auf die Halbinsel auf der anderen Seite der Bucht, auf eine schimmernde Wasseroberfläche, auf die bräunlichen Hügel der Umgebung. Unten am Steg kann man das Wasser rauschen hören, wie es sich in einer kleinen Höhle fängt und wieder hinaus gespült wird. Der Dienstag war ziemlich bedeckt aber keineswegs schlecht. So konnte ich den Tag nutzen und mich ab 10 Uhr in meine Arbeit vertiefen.

Später machte ich einen Spaziergang bis zur Spitze der Halbinsel auf der Suche nach der sandigen Bucht, von der mir erzählt worden war. Ich ging der Straße nach, die bald in einen kleinen Pfad mündete und danach im hohen Gras verschwand. Vor mir lag der Strand: ein herrlicher, etwa 20 Meter breiter Sandstrand, mit Blick auf Durrus. Es lagen eine Menge Algen darauf, aber im Sommer wäre dieser Strand wohl perfekt, insbesondere wegen der Felsen, die den Strand umgaben. Hier könnte man einen perfekten Tag mit den Kindern verbringen, ganz für sich und abgeschieden. Ich kletterte auf der anderen Seite über die Felsen vom Strand hoch. Die Landspitze hat die Form eines ?T?s, der Strand liegt also in der Beuge des T und in der anderen Richtung reichen riesige Felsen weit in den Atlantik hinaus. Man könnte hier sicher sehr gut klettern. Ich ging weiter und stieß auf eine Reihe glatter Felsen, die hinab zu einer winzigen Bucht führten, deren eine Seite von einem schroffen Felsblock begrenzt war und aussah wie der Bug der Titanic. Zwei Möwen saßen darauf. Der große Felsen sah aus wie ein riesiger Sessel. Weiter draußen im Meer auf dem Felsgrat hatte sich eine Schar Kormorane niedergelassen, unter die sich einige Möwen gemischt hatten. Wie prächtig diese Kormorane sind, mit ihren langen schwarzen Hälsen, welch eine geschmeidige Erscheinung, wie sie da herumsitzen und diese Zeit des Tages genießen. Ich war beeindruckt, dass all das hier nur einen Steinwurf vom Haus entfernt lag und dass William und die Mädchen das bei unserem ersten Besuch hier nicht gesehen hatten. Ich saß tief bewegt auf einem flachen Felsen, wie auf einer Bank und beobachtete die Kormorane. Diese jedoch schienen sich von mir gestört zu fühlen und glitten ins Wasser um darin herumzuschwimmen. Die Sonne machte einen Versuch, aus den Wolken zu kommen. Es war einfach nur herrlich.

Später am Nachmittag kam Carol an. Sie war begeistert von der Fahrt zum Haus, die wirklich spektakuläre Aussichten bietet, und vom Haus an sich. Endlich habe ich auch wieder gut geschlafen. Ich wachte während der Nacht auf, nur um festzustellen, dass ich zehn Mal tiefer geschlafen hatte, als in den Nächten zuvor. Um 8.30 Uhr stand ich auf, kochte Tee und schrieb weiter an meinem Tagebuch. Dabei vergaß ich fast das Wichtigste, denn als ich mich letzte Nacht zum Schlafen legte, konnte ich den Vollmond sehen, der die nächtliche Bucht von Dunmanus beleuchtete. Ich konnte vom Bett aus dieses herrliche Mondlichtspiel auf dem Wasser beobachten: Wie wunderschön!

Nach dem Frühstück machten Carol und ich einen Spaziergang und trafen auf die Kormorane und die Reihe glatter Felsen. Diese Felsreihe sieht fast aus wie eine Welle, eine riesige Steinwelle. Wir fanden sogar einen kleinen See oben auf einem Felshaufen. Hier könnte Tamzin wunderbar ihr Segelboot schwimmen lassen. Das Meer sah herrlich aus. Es ist mir unbegreiflich wie ein so kaltes, tödliches und tiefes Element gleichzeitig so erholsam auf das Auge des Betrachters wirken kann. Carol blieb nur bis zum nächsten Morgen und verabschiedete sich nach dem Frühstück. Nachdem ich vier Stunden durchgearbeitet hatte, wollte ich mich mit einem kurzen Spaziergang belohnen. Aus dem kurzen Spaziergang wurde ein langer. Ich ging wieder in Richtung der Felsen, bog aber vorher nach rechts in einen kleinen Trampelpfad ein, der mich auf einen grasbewachsenen Hügel führte. Plötzlich hörte ich etwas. Ich konnte es zunächst nicht glauben, und folgte dem Geräusch. Tatsächlich, es war ein Blowhole (?eine enge Öffnung am Ende einer Meereshöhle, die über die Höhlendecke hinauf ins Freie reicht?, aus: Wikipedia)! Dieses Blowhole ist zwar nicht annähernd so groß wie das am Downpatrick Head im County Mayo, das Carol mir gezeigt hatte. Aber das Geräusch, das aus diesem Blowhole kam, war so beängstigend, wie ich noch selten zuvor ein Geräusch empfunden habe. Ich ging weiter und kam mir dabei vor, als ob ich direkt auf ein grässlich heulendes Ungeheuer zugehen würde. Ich ging so nah hin wie nur möglich und setzte mich auf einen Felsen, um das schreckliche Geräusch auf mich wirken zu lassen. Ich finde keine Worte dafür. Es war wie eine riesige Explosion, wie eine U-Bahn, die gerade unterirdisch entgleist, wie ein feuerspeiender Drache, ein sterbendes Mammut, die Erde fauchend und heulend. Nicht wirklich das Meer. Nein, es klang nicht wie das Meer. Man hört das Meer, wie es gegen die Felsen brandet, aber diese fauchenden Geräusche sind so furchterregend, dass es einem schwer fällt, klare Gedanken zu fassen. Das zu erleben ist eine wundervolle Erfahrung, weil das Geräusch zwar einerseits höllisch ist, aber schon fast wieder freundlich wirkt, solange man nicht zu nahe heran geht. Denn es würde nicht viel fehlen und man könnte ausrutschen und für immer in dem Loch verschwinden. Das ist das eigentlich fesselnde. Der Eindruck war zugleich großartig und furchterregend, so dass ich mich zum Gehen abwenden musste. Und ich fand sogleich ein zweites! Dieses Blowhole war jedoch ganz anders, und viel näher am Rande des Meeres. Das Grollen war eher unbedeutend und die Form des Lochs war eher schachtartig. Dennoch ... eine erstaunliche Skulptur aus Luft und Wasser, die aber irgendwie harmlos und ruhig wirkte, da das Heulen des großen Monsters weiter unten in der Erdhöhle noch zu hören war.

Das war also mein Nachmittags- und Abendspaziergang, überwältigend! Ich kehrte zum Haus zurück und arbeitete weiter. Den ganzen Tag über hatte die Sonne auf das Meer geschienen und einen hellen Strahlenteppich über die Oberfläche gewebt, der die ganze Bucht überzog. Die Helligkeit war so intensiv, dass ich kaum hinsehen konnte. Aber später am Abend sah man nur noch den Rand des goldenen Teppichs, der sich nach Westen hin weiter ausgebreitet hatte um nun die Küste zu bedecken. Irland mit all seinen Landspitzen schien jetzt einen hell leuchtenden Heiligenschein zu tragen, so als ob die grüne Insel tatsächlich heiliges Land wäre. Ich stand immer wieder auf, um mir diese Szene anzusehen. Irland mit Heiligenschein. Ich weiß noch nicht ob ich morgen hierbleiben werde, denn ich glaube, dass mich meine Familie braucht und eigentlich vermisse ich sie auch.

Hier in Dooneen kann man so herrlich spazieren gehen. Ich möchte am liebsten den ganzen Tag herumspazieren, dennoch ist es auch wunderbar, hier in dieser so ganz anderen Umgebung zu arbeiten. Es wird mir sehr schwerfallen, vom Meer Abschied zu nehmen. Ich würde am liebsten für immer hierbleiben, denn es ist so wunderschön, morgens gleich nach dem Aufwachen und nachts vor dem Zubettgehen das Meer zu sehen. Am liebsten würde ich am Meer leben. Auf dem Heimweg, nahe Durrus, blickte ich zufällig nach rechts und wurde mit einem spektakulären Ausblick belohnt. Im gleißenden Sonnenlicht sah ich die Berge auf der anderen Seite der Halbinsel, und das Meer, das die hinab fallenden Hänge auffing. Ich musste anhalten, so phantastisch war diese Aussicht. Man möchte diese Blicke einfangen und festhalten. Eingetaucht in Licht konnte ich den Schatten einer weiteren Landspitze erkennen. Es war ein irrealer, spektakulärer und atemberaubender Blick".

Von der Autorin, Denyse Woods...

"Das Buch, an dem ich zu dieser Zeit arbeitete, war der im Jahre 2005 von Penguin Ireland verlegte Roman ?Like Nowhere Else?. Der Roman, in dem ich Kilcrohane und besonders die Kormorane erwähne, trägt den Titel ?Hopscotch? (?Himmel-und-Hölle?) und wurde 2006 verlegt. Die Hauptperson in dem Roman bezeichnet diese Gegend als das Zuhause für ihre Seele. "